Auf dem Weg zur modernen Gemeinde

Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr
Spritzenhaus der
Freiwilligen
Feuerwehr

Die Infrastruktur war gerade in den letzten Jahren ausgebaut worden. Die wichtigsten Straßen waren zumindest halbseitig gepflastert. Seit 1903 gab es eine Gasanstalt, die die Straßenbeleuchtung und bald auch Haushalte versorgte. 1905 war ein neues Spritzenhaus für die Freiwillige Feuerwehr in der Nähe der gerade für die Chaussee über Fangschleuse nach Hartmannsdorf errichtete Löcknitzbrücke erbaut worden.

Noch im Sommer 1914 ging in Erkner das neue Kreiswasserwerk in Betrieb. In diesem Zusammenhang wurde Erkner auch an das Berliner Stromnetz angeschlossen. Es fehlte jedoch an jeder Form einer zentralen Kanalisation wie auch Müllabfuhr.

Von der Bahn wurden um 1914 ein neuer Wasserturm und umfangreiche Abstellanlagen am Fichtenauer Weg errichtet.

Höhere Schule ab 1913 in der Adlerstr. (heute Smolka-Str.)
Höhere Schule

Erkners siebenstufige Gemeindeschule besuchten rund 600 Schüler in 14 Klassen. Seit 1912 hatte sie auch eine Turnhalle. Die 1910 gegründete kleine „Höhere Mädchen- und Knabenschule“ bereitete auf den Besuch von Lyzeum bzw. Gymnasium (meist in Köpenick oder Friedrichshagen) vor und hatte 1913 einen eigenen Schulneubau beziehen können.

In Erkner hatten sich auch ein Apotheker und mehrere Ärzte niedergelassen. Seit 1902 gab es eine Freiwillige Sanitätskolonne und schon seit 1889 eine gut organisierte Freiwillige Feuerwehr, gegründet von dem Erkneraner Klempnermeister Hermann Spindler, der sogar zum Kreisbrandmeister aufgestiegen war.

Erkner im Krieg 1914-1918

Zurück zur Themenseite