Sport und Freizeit
Für Jugendliche bestanden spezielle Freizeitstätten, u.a. ab 1912 ein Jugendklub und das Jugendheim Am Rund. Auch sportlich konnte man sich auf verschiedene Weise betätigen. Das geschah in der Turnhalle, ab 1920 auch im Freibad, ab 1927 auf dem Sportplatz, auf Tennisplätzen und auf Kegelbahnen in Gaststätten.


Schulhof


Seen und Flüsse rund um Erkner verlockten zum Wassersport, die Wälder zu Wanderungen. Mehrere Bootshäuser boten ihre Dienste an. Auch Radsport erfreute sich großer Beliebtheit. Und besonders an Wochenenden wurden Ausflüge in die Umgebung mit Dampfern und Motorbooten unternommen. So wurden am Sonntag, dem 8. Juli 1923, über 35.000 Gäste am Bahnhof Erkner gezählt.

Restaurant
Kyffhäuser


Besondere sportliche Ereignisse und Erfolge regten natürlich auch in Erkner entsprechende Aktivitäten an. So zogen vor allem der Radsportler Walter Sawall mit seinen beiden Weltmeistertiteln 1928 und 1931 und der erfolgreiche Ruderer Udo Beier mit seinem größten Erfolg 1937 die Erkneraner in ihren Bann, denn beide lebten hier!


Steher-Weltmeister
1928 und 1931

Weltmeister-Feier
1931


Grand
Challenge Cup
Zum sportlichen Höhepunkt wurden die Olympischen Sommerspiele vom 1. bis 16. August 1936 in Berlin, die insbesondere mit ihren Wassersportkämpfen auf der Grünauer Regattastrecke in Köpenick und auch Erkner begeisterten. Durch die günstige S-Bahn-Anbindung gab es wahrscheinlich auch zahlreiche Erkneraner, die die Wettkämpfe z. B. im Olympiastadion besuchten. Gesichert ist die Beteiligung dieser Damen: „Frauenchor Erkner singt bei der Einweihung und Schlußfeier der Olympischen Spiele“ berichtete in einem Rückblick der AAE vom 15. September 1937.
Am deutlichsten spürbar war Olympia in Erkner aber durch die Umleitung des Schiffsverkehrs wegen der gesperrten Regattastrecke Grünau über den neuen, erst Anfang 1936 in Betrieb genommenen Gosener Kanal und den Dämeritzsee.
