Endlich Frieden!
Nach fast sechs Jahren Krieg waren am 2. Mai 1945 in Berlin die Kampfhandlungen weitgehend beendet. In der Nacht vom 8. zum 9. Mai unterzeichnete das Deutsche Reich in Karlshorst die bedingungslose Kapitulation.
Zu dieser Zeit waren in Erkner schon erste Schritte für einen Neubeginn gemacht worden. Zunächst wurde mit der Besetzung Erkners am 21. April in der Berliner Straße 1 (später in der Villa Lassen) eine sowjetische Kommandantur unter Befehl von Gardeoberstleutnant Sanin eingerichtet. Bereits am 21. April wurde der 1933 von den Nazis aus dem Schuldienst entlassene Rektor Paul Bork (der jedoch erkrankte) bzw. am 24. April der ebenfalls 1933 entlassene Lehrer Franz Dames als Bürgermeister eingesetzt (beide SPD). Am 25. Mai „musste ich das Bürgermeisteramt auf Befehl des Ortskommandanten an einen Genossen der KPD abtreten“, berichtete Dames in seinem Lebenslauf. Die genauen Gründe sind nicht überliefert. Nun lenkte bis Ende 1946 Wilhelm Krägenau (KPD) die örtliche Verwaltung auf Befehl Sanins.
