Vereine
Viele Erkneraner engagierten sich in dutzenden Vereinen, z.B. im bereits 1883 gegründeten Verschönerungsverein, im Deutschen Radioklub oder ab 1933 im Fremdenverkehrsverein. Ebenfalls gab es den Theater-Verein „Erkner 1924“.




Nicht wenige Bürger engagierten sich in den Freiwilligen Feuerwehren, eine davon wurde 1927 in der Rütgerswerke AG als Werksfeuerwehr gegründet. Die Freiwillige Sanitätskolonne und die Arbeiter-Samariter-Kolonne unterstützten die medizinische Versorgung der Erkneraner.


Erkner, um 1930

Die Erkneraner liebten gesellige Veranstaltungen. Solche Angebote in Restaurants und Gaststätten wurden gern und viel genutzt. In Erkner existierten 5 Chöre, seit 1906 der Musikverein „Lyra“ und die „Vereinigung der Musikfreunde“.



Schule, 1930

Erkner, 1913
Feiern und Feste gab es sowohl für Kinder als auch für Erwachsene verteilt über das Jahr, wie Schlachte- und Bockbierfeste, Karneval oder Stiftungsfeste zu Vereinsjubiläen. Dazu gehörte auch das 1937-1939 alljährlich Anfang August durchgeführte „Fest für Alle“, das – von der örtlichen NSDAP und ihren Gliederungen organisiert – vor allem eine Propagandaveranstaltung war.




Besucher und Einwohner erfreuten sich an Zirkus, Jahrmarkt und Puppenspiel, die bevorzugt auf dem Marktplatz (heute Tietz-/Ecke Thälmann-Str.) bzw. in Gaststätten mit großen Sälen durchgeführt wurden. Besonders beliebt war das Kino. Erkner hatte zeitweilig drei „Lichtspieltheater“, zwei in den Restaurants „Märkischer Hof“ und „Gesellschaftshaus“ in der Friedrichstraße Nr. 69/70 bzw. 75/76 und das in der Turnhalle der Gemeindeschule. Zur großen Attraktion wurde die Einführung „sprechender Bilder“, des Tonfilms 1930.



Theater

1. Tonfilm in Erkner