Zerstörungen
In der Zeit des Nationalsozialismus kam es auch in Erkner zur Umbenennung einiger Straßen und Plätze. So wurden z.B. 1935 der Siedlerweg und Siedlerplatz zur Ostlandstraße bzw. zum Ostlandplatz.
Am 27. April 1933 hatte der AAE noch gemeldet: „Umbenennung von Straßen in der Siedlung? Wie wir heute kurz vor Redaktionsschluß erfahren, soll der Siedlerweg in Göring-Straße und der Platz ‚Am Rund‘ in Adolf-Hitler-Platz umbenannt werden.“
Am folgenden Tag war dort jedoch der Artikel „Hitler zu den Umbenennungen von Straßen“ zu finden, in dem „gebeten“ wurde, die weitverbreiteten Namensänderungen einzuschränken. Der Gebrauch solcher NS-Namen muss so inflationär gewesen sein, dass laut AAE vom 13. Juli 1933 die Wahl von Vornamen wie Hitlerine, Hitlerike unerwünscht sei.
Der neugeschaffene Platz an der bisherigen Kreuzung Bahnhof-, Lade- und Berliner Straße (heute Friedensplatz) erhielt ca. 1936 den Namen „Platz der SA“. Die Königstraße (heute Breitscheidstraße) soll in „Straße der NSKK“ umbenannt worden sein, nach der NS-Organisation „NS Kraftfahrkorps“ (für Motorsport und vormilitärische Ausbildung), die das Gelände der früheren Maschinenfabrik Schmidt in Nr. 50 übernommen und für ihre Zwecke umgebaut hatte.
Nach der Zerstörung Erkners durch den Bombenangriff am 8. März 1944 wurden unmittelbar vor dem Einmarsch der Roten Armee am 21. April 1945 alle Brücken Erkners über die Löcknitz und das Flakenfließ gesprengt. Lediglich die Eisenbahnbrücke war nur geringfügig beschädigt.

evangelische Kirche

im Teerwerk

Straßenbrücke

Flakensteg
