Freibad Erkner
Freibad Erkner

Jenseits des 8-Stundentages

Alltag in Erkner

Der Alltag in Erkner zwischen 1918 und 1939 bot ein vielseitiges Bild. Insbesondere die gesetzliche Einführung des 8-stündigen Arbeitstages mit der Novemberrevolution 1918 gab neue Möglichkeiten zur Nutzung diverser Erholungs-, Kultur-, Freizeit-, Sport- und auch Bildungsangebote – und schuf neue.

Warmbad
Warmbad

Man sorgte sich um das gesundheitliche Wohl der Einwohner. Dazu diente auch das 1929 eröffnete Warmbad, das gemeinsam mit Freibad (1920) und Sportplatz (1927) zum sogenannten „Gesundheitsviertel“ gehörte.

Die früher aus privaten Mitteln unterhaltene Schwesternstation wurde bald vollkommen durch die Gemeinde finanziert. Es praktizierten 6-8 Ärzte, u.a. Dr. Moeller, Dr. Hönigsberg und Dr. Wegenhorst. Es gab Hebammen und die Säuglings- und Lungenfürsorge wurde eingerichtet. Neben der Sanitätskolonne entstand 1921/22 eine Einheit des Arbeiter Samariter Bundes. 1912 hatte Dr. Friedrich die Apotheke an der Viktoriastraße (heute: Wollankstraße) übernommen, die nun den Namen „Friedrich-Apotheke“ trug.

Freiwillige 
Sanitätskolonne Erkner
Freiwillige
Sanitätskolonne
Arbeiter Samariter 
Bund
Arbeiter Samariter
Bund
Krankenwagen der Freiwilligen Sanitätskolonne Erkner
Krankenwagen der
Freiwilligen
Sanitätskolonne
Friedrich-Apotheke
Friedrich-
Apotheke

In wirtschaftlichen Notzeiten wie 1924 und 1930 wurde zeitweise eine „Volksküche“ bzw. „Volksspeiseanstalt“ zur Versorgung der Bedürftigsten eingerichtet.

Für Kinder im Vorschulalter wurde ab 1924 Betreuung durch Kindergärtnerinnen angeboten, für Schulkinder auch Ferienspiele.

Erkner verfügte über mehrere Schulen: eine Volksschule, eine Höhere Schule, die seit 1927 den Namen Theodor Fontanes trug, und eine Berufsschule.