Anfänge des Widerstands

Nur wenige Informationen zu Widerstandsversuchen in Erkner sind überliefert. Aber es gab sie!

Noch 1933 finden sich im AAE verschiedene Hinweise auf Flugblattaktionen, trotz oft drakonischer Gegenmaßnahmen und fragwürdiger Vergeltungsmaßnahmen. So meldete der AAE am 05.10.1933:

AAE, 05.10.1933
AAE, 05.10.1933

„Kommunistische Flugblätter sind kürzlich wieder in Erkner verteilt worden. Da die Verteiler bisher nicht gefaßt werden konnten, sind gestern als Vergeltungsmaßnahme zwei Erkneraner, die als Kommunisten bekannten Einwohner Krägenau und Schwartz in Haft genommen und dem Konzentrationslager in Oranienburg zugeführt worden.“

Im März 1936 wurden mehrere Personen in der Wohnung des Schneidermeisters Paul Hein in der Friedrichstraße 37 wegen „Illegaler KPD-Versammlung und Abhören Moskauer Sender“ festgenommen, darunter auch Walter Smolka und dessen Frau. Vier Männer der Gruppe erhielten Haftstrafen ab 15 Monate Gefängnis, Smolka als „geistiger Urheber“ 3 Jahre und 6 Monate Zuchthaus. (BLHA, 2A I Pol 1177)

Meldung der KPD-Inschriften 1936 in Erkner, (c) Bundesarchiv, R 58/3169
Meldung der KPD-
Inschriften 1936

Kommunistische Inschriften wurden im Mai 1936 auf dem Walter-Leistikow-Steg nahe dem Wupatzsee in Erkner entdeckt.

Skizze der Inschrift,  (c) Bundesarchiv, R 58/3169, Rückseite (Ausschnitt)
Skizze der Inschrift

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