Schulen 1914-1918
Erkner verfügte 1914 über mehrere Schulen: eine Volksschule (an der Waldstraße, heute Heinrich-Heine-Straße), eine Höhere Mädchen- und Knabenschule (in der Adlerstraße, heute Walter-Smolka-Straße), die ab 1927 den Namen Theodor Fontanes tragen wird, und eine Fortbildungsschule, deren Standort mehrfach wechselte. Das Abitur konnte man in Erkner vor 1945 nicht erlangen. Dafür wechselten Erkners Schüler meist nach Friedrichshagen oder Köpenick.
Die siebenstufige Volks- oder Gemeindeschule befand sich in dem 1879 errichteten und bereits mehrfach erweiterten bzw. umgebauten zweiten Schulgebäude Erkners. Sie besuchten 1914 rund 600 Schüler in 14 nach Geschlechtern getrennten Klassen, also durchschnittlich 40-50 Schüler pro Klasse. Sie wurden von 14 Lehrern unterrichtet, darunter 4 Frauen.
Seit 1912 gab es neben der Schule auch eine Turnhalle. Vorher wurde der Turnunterricht (anfangs nur für Jungen, erst ab 1907 auch für Mädchen) im Winter in Gaststätten durchgeführt, z.B. im Tanzsaal des Restaurants „Gesellschaftshaus“ an der Straßenbrücke.
Die 1910 durch die Gemeinde gegründete kleine „Höhere Mädchen- und Knabenschule“ hatte spätestens ab den 1890er Jahren privat geführte Vorläufer in angemieteten Räumen. Sie bereitete auf den Besuch von Lyzeum bzw. Gymnasium vor und hatte 1913 einen eigenen Schulneubau beziehen können. Sechs Lehrkräfte unterrichteten 1914 dort 140 Schüler.
Für die Kriegszeit ab 1914 gibt es nur wenige Überlieferungen zu den Schulen Erkners. Lediglich in der Chronik der Gemeindeschule finden sich einige Hinweise, die sich aber meist allgemein auf die Situation des Ortes beziehen, vor allem zur Versorgungs- und Krankheitssituation. Grundlegende Informationen gibt das „Adreßbuch für Erkner“ von 1914.
Erkners Schulen im 1. Weltkrieg





