Landwirtschaft
„Landwirtschaftliche Betriebe über 5000 Quadratmeter sind 41“ vorhanden, hieß es 1933 im AAE, 1939 dagegen: „Nur ein halb Dutzend landwirtschaftliche Betriebe finden wir im Ortsgebiet.“
Lediglich diese sechs Betriebe arbeiteten offenkundig haupterwerblich. Neben dem Heim Gottesschutz im Bereich Acker- und Gemüseanbau waren dies die Landwirte Catholy (2x), Schulze, Korke und Heilmann, die Milchwirtschaft betrieben.
Hinzu kamen noch mehrere Gärtnereien, unter denen die beiden von Centgrafs und die von Schmidt (mit zahlreichen Gewächshäusern zwischen der heutigen Breitscheid- und der Scharnweberstraße) die größten waren. 1927/28 entstand noch die völlig neue „Geflügelfarm-Brutanstalt Jägerbude“.


Heim Gottesschutz

Gärtnerei Otto
Centgraf

Geflügelfarm
Jägerbude
Vor allem die Nebenerwerbler hatten „hier und da ein Roggenfeld, Kartoffeln und Gemüse kaum über den eigenen Bedarf“ (AAE 1939). Aber selbst mit den zahlreichen Gärten – wie in der Bahnhofsiedlung – für Obst-, Gemüse-, Kleintierzucht war die Eigenversorgung der Erkneraner mit Lebensmitteln nicht zu sichern!