Weitere öffentliche Gebäude

1920 wurde die katholische Kapelle „Maria Meeresstern“ in einer Baracke auf dem Gelände des späteren Gerhart-Hauptmann-Museums eingeweiht. Der Bau der katholischen Kirche erfolgte 1932 und konnte noch im selben Jahr am 11. Dezember als „St. Bonifatius“ geweiht werden. 1933 wurde der evangelische Gemeindesaal, der Luthersaal, eröffnet werden.

Katholische Marienkapelle, ab 1920 (Foto ca. 1970)
Katholische
Marienkapelle, ab
1920
Katholische Kirche
Katholische Kirche, ab
1933
Evangelischer Luthersaal: Einweihung am 23.04.1933
Evangelischer
Luthersaal, ab 1933
Warmbad, ab 1929
Warmbad, ab 1929

Nach langen Diskussionen im Gemeindeparlament konnte 1929 mit der „Warmbadeanstalt“, meist kurz „Warmbad“ genannt, eine sehr wichtige soziale Einrichtung in Betrieb genommen werden. Erkner hatte zwar seit kurz vor Kriegsbeginn ein Wasserwerk, woran nach und nach die Haushalte angeschlossen worden waren, aber es fehlte an einer zentralen Entwässerung. Somit mangelte es auch lange an Bädern und anderen hygienischen Einrichtungen in den Häusern oder gar Wohnungen. Mit dem Verkauf von Teilen der seit 1922 geschlossenen Gasanstalt an das benachbarte Bakelitewerk in der Flakenstraße ergab sich die Möglichkeit, den Bau des Warmbads zu finanzieren.

Damit konnten die Erkneraner Wannen- oder Brausebäder – auch medizinische – im Ort wahrnehmen. Aus der Chronik der Gemeindeschule sind z.B. Klassenbesuche alle 14 Tage überlieferte.

1931 erhielt Erkner ein eigenständiges Sparkassengebäude in der Beuststraße/Ecke Friedrichstraße. Seit 1924 hatte es eine Nebenstelle der Kreissparkasse Niederbarnim in Mieträumen in der Friedrichstraße 10 gegeben, wo sich aber auch das Gemeindeamt befand, denn noch hatte Erkner kein eigenständiges Rathaus. Da auch die Gemeindeverwaltung immer mehr Platz benötigte, errichtete die Sparkasse ein neues Gebäude inklusive Wohnungen. Dafür war das ca. 1874 errichtete Eckgebäude des Hotels und Restaurants „Wilhelmsgarten“ 1929/30 abgerissen. Das neue Gebäude bekam übrigens statt der bisherigen Adresse Beuststraße 24 die Friedrichstraße 73, weshalb die alten Hausnummern ab 73 erhöht wurden.

Wilhelmsgarten, Friedrichstr./Ecke Beuststr., Vorgängerbau der Sparkasse
Wilhelmsgarten,
Friedrichstr./Ecke
Beuststr.
Sparkasse, Anfang 1930er Jahre
Sparkasse, Anfang
1930er
Gemeindeamt, Friedrichstr. 10 (re), bis 1931 auch Sitz der Sparkasse
Gemeindeamt,
Friedrichstr. 10 (re)
Rathaus Erkner, ab 1938
Rathaus Erkner, ab
1938

Etwa 1936 konnte die Gemeinde die Bechstein-Villa kaufen, um sie zukünftig als Rathaus zu nutzen. Kurz zuvor hatte sich Ende 1935 jedoch der aus Luckenwalde kommende Stab der RAD-Gruppe 92 für zwei Jahre in der Bechstein-Villa einquartiert, wodurch sich auch der Umbau zum neuen Rathaus der Gemeinde verzögerte. Erst am 17. Mai 1938 konnte das Haus nach Umbauten mit einer Festsitzung „zum Rathaus der Gemeinde Erkner geweiht“ werden. (AAE, 18.05.1938)
Ab Pfingsten 1937 war aber der neue Rathauspark öffentlich nutzbar, ab dem Sommer auch für Konzerte. Allerdings bestand dieser damals in der westlichen Hälfte mit Zugang zum Dämeritzsee noch aus der ehemaligen Marina mit Liegeplätzen für Bechsteins Boote.

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