Widerstand im Krieg
Selbst für die Kriegszeit sind Beispiele für Widerstand überliefert. So wurden im von der Diakonisse Elisabeth Schwarzkopf geleiteten Heim Gottesschutz spätestens um 1939 Jüdinnen versteckt. Und sie verhinderte gemeinsam mit dem zuständigen Leiter der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, Pfarrer Paul Gerhard Braune, im Frühjahr 1940 den Abtransport von 25 behinderten Mädchen und Frauen, die im Rahmen des „Euthanasie-Programms T4“ zur Ermordung vorgesehen waren!
Hans Göhring und Else Partz, die nach ihrer Haftentlassung 1933 unter Polizeiaufsicht in Berlin untergekommen waren und 1934 geheiratet hatten, standen ab 1943 in Verbindung mit der im Untergrund agierenden Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation, die z.B. die illegale Zeitschrift „Die Innere Front“ herausgab. Viele von ihnen wurden 1944 verhaftet und ermordet.
Ab 1944 versteckte das in Berlin wohnende SPD-Mitglied Franz Büchel in seiner Laube in Spree-Eck bis zum Kriegsende mehrere untergetauchte Juden.
Dieser Franz Büchel gehörte auch zu der kleinen illegalen Gruppe „O.I. 77“ mit Hauptmann Adolf Baumert, die am Kriegsende beim Einmarsch der Roten Armee verhinderten, dass Erkner im geplanten „Endkampf“ völlig zerstört wurde.