Erkner steuert gegen

Die Verwaltung Erkners und die politisch Verantwortlichen der Gemeinde reagierten auf diese Entwicklungen einerseits mit gesetzlich Gebotenem und andererseits mit entschlossenem, sehr bürgerschaftlichem und gerade die Schwächsten der Gemeinschaft unterstützendem Handeln.

Als wichtigste Elemente der „Lebens- und Nothilfe Organisation“ in Erkner wurden wirksam:

  1. Unterstützungsleistungen für Kleinkapitalrentner (seit April 1922)
  2. Einrichtung einer kostenfreien Lungenfürsorgestelle, betreut von Dr. Moeller (seit Februar 1923) und finanziert aus der Gemeindekasse
  3. Schaffung kostenfreier Säuglingsfürsorge, betreut und finanziert von Dr. Moeller (seit Februar 1923)
  4. Einrichtung einer „Volksküche“ (ab 12.01.1924)
  5. Bildung eines Gemeindeetat-Postens zur Zahlung von Teuerungszuschüssen für Kriegshinterbliebene
  6. Gewährleistung (Finanzierung ebenfalls über Zusatz-Gemeindeetatposten) der Abgabe von verbilligtem Holz und Kartoffeln für Bedürftige
  7. Kostenfreie Brotabgabe für Bedürftige (finanziert von Erkneraner Bäckereien)
  8. Gewährleistung Kostenfreier Schulspeisung für notleidende Kinder (finanziert von den Rütgerswerken und Privatpersonen Erkners ab 11.10.1922)
  9. Einsatz der Sanitätskolonne des DRK und der Arbeiter Samariterkolonne für Versehrten- und Krankenbetreuung, organisiert unter Leitung von Dr. Moeller
  10. Sach- und Finanzspenden der Bevölkerung Erkners (insbesondere zwischen Oktober 1922 und Dezember 1924)

Ausführliches zu den einzelnen Nothilfeinstrumenten wird in einem „Erkneraner Heft“ dokumentiert werden.

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