1939-1945 – Wieder Krieg!
Nach fast 21 Jahren Frieden, die aber gar nicht so friedlich und voller Probleme waren, standen die Erkneraner erneut im Krieg! Wieder wurden alle Lebensbereiche umgekrempelt, auch wenn das viele im Siegestaumel der ersten „Feldzüge“ nicht wahrhaben wollten. Es wurde eine noch schlimmere Katastrophe!
Wieder stand für die Verwaltung die Sicherung des Kriegsbedarfs an Mensch und Material im Zentrum. Bereits länger war der Krieg auch propagandistisch vorbereitet. Schon Ende August 1939 war die Bezugsscheinpflicht eingeführt worden. Am 4. September wurde der Bau von Sammelschutzräumen angeordnet.
Und am 26. September war im AAE die erste Todesanzeige für den gefallenen Gefreiten Hans Mayer zu lesen.
Verstärkt werden musste der Einsatz von Frauen in der Produktion. Dafür kam es zum Ausbau einer bereits seit den 1920er Jahren existierenden, anfangs kleinen privaten Kindereinrichtung, jetzt untergebracht auf dem Gelände der Bahnhäuser an der Ladestraße.
Kriegsgefangene, Fremd- und Zwangsarbeiter
Große Probleme bereitete auch der Ersatz für die eingezogenen Soldaten, ob in den Familien oder in der Wirtschaft. Genaue Zahlenangaben fehlen. Bereits Anfang Oktober 1939 begann der planmäßige Einsatz polnischer Kriegsgefangener in der Landwirtschaft. Am 19. Oktober 1940 trafen die ersten 20 kriegsgefangenen Franzosen im Teerwerk Erkner ein. Ein Jahr später gehörten auch 15 Tschechen und 17 Belgier dazu. Kriegswirtschaft
Genaue Angaben der Betriebe sind kaum überliefert. Aber der Bau von „Barackenlagern für ausländische Beschäftigte“ ab 1942 in Erkner deutet zumindest auf mehrere hundert hin und zeigt auch die Probleme durch den langanhaltenden Krieg. Hinzu kam das nahegelegene „Zentrale Durchgangslager für Zwangs- und Fremdarbeiter“ in Wilhelmshagen. Ruinen und Baracken
